Die belgischen Ardennen

Die Ardennen sind von Geschichte und Natur geprägt. Sie liegen im Süden Belgiens, genauer: im Süden der Wallonie. Sie bilden die "grüne Lunge" Belgiens. Gelegentlich wird die Bezeichnung Ardennen auf die gesamte Wallonie ausgeweitet, vor allem wenn es um Naturerbe, ökologisches Kapital oder Tourismus in der Wallonie geht. 

Wälder, Flusstäler und romantische Dörfer garantieren einen erholsamen Urlaub. Mit 4.400 Quadratkilometern Fläche ist die Provinz Luxemburg die größte der zehn Provinzen Belgiens, aber auch die am dünnsten besiedelte - zumal die Hälfte des Landes von Wald bedeckt ist.

Es fällt schwer, die schönste Gegend der Ardennen auszumachen. Im Tal der Ourthe windet sich der Fluss friedlich vorbei an kleinen Schlössern und alten Abteien. Ein Augenschmaus ist auch das Tal der Semois. Mal wird die Gegend von bewaldeten Hängen, mal von abrupt aufsteigenden Felsen beherrscht. Die Flüsse lassen sich gut per Kajak erkunden. Auch bietet die Region wunderbare Wanderwege durch einsame Täler und urwüchsige Wälder.

Die Ardennen sind außerdem eine Schlüsselregion für den Gedenktourismus in der Wallonie. Hier finden sich zahlreiche Spuren des Ersten Weltkriegs und der Ardennenschlacht 1944-45, der letzten Auseinandersetzung im Zweiten Weltkrieg auf belgischem Boden. 

Zahlreiche Gedenkstätten, Friedhöfe und Museen in Städten wie Bastogne, La Roche, Sankt-Vith, Arlon oder Neufchâteau widmen sich den beiden Weltkriegen.